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Unser Dank geht an den Bundestagspräsidenten Herrn Wolfgang Thierse und dessen persönlichen Referenten, der die symbolische Übergabe des Fragenkataloges möglich machte. Sein kurzfristiges Angebot eines Schulbesuches mit längerer Diskussion bestätigt uns die Ernsthaftigkeit und Ehrlichkeit in der Auseinandersetzung mit Jugendlichen.

Vielen Dank an die beteiligten SchülerInnen der Gabriele-von-Bülow- und der Dathe-Oberschule sowie deren Lehrerinnen und Lehrern, mit denen wir interessante und aufschlussreiche Diskussionen führten. Und natürlich auch den PflanzerInnen, die in der eisigen Kälte im November die Bäume pflanzten.

Ohne die Betriebsgesellschaft Stadtgüter Berlin mbH und den Einsatz des Försters Herrn Franck wäre die symbolische Pflanzung nicht zustande gekommen, wofür wir uns ebenfalls bedanken möchten.

Besonderer Dank geht an unser Ehrenmitglied Frau Schliephacke, die uns in unseren Schuljahren zum selbstständigen Denken angehalten und bei der Ausbildung eines kritischen Bewusstseins unterstützt hat.



Wir bitten um Verständnis, dass wir aufgrund unser sehr beschränkten Kapazitäten nicht die Möglichkeit haben, allen e-mails zu antworten. E-mail: kumulus@snafu.de. Ein Postfach unter Kumulus Kulturverein Postfach 330555 in 14175 Berlin steht ebenfalls für Anregungen und Hinweise offen. Wir bitten auch hier um Verständnis, dass wir aus finanziellen und personellen Gründen nicht in der Lage sind, zu allen Hinweisen, Anregungen etc. Stellung zu nehmen.



Ein Motivator unseres Engagements sind die Worte des Bundespräsidenten Johannes Rau und der drei ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog, Richard von Weizsäcker und Walter Scheel in der Erklärung vom September 1999 anlässlich des Gedenkens der 50. Wiederkehr der Wahl des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss.

In der Erklärung des Bundespräsidialamtes vom 8.September 1999 ist unter anderem zu lesen:

„Für die Stabilität und Anziehungskraft unser Demokratie ist die Entfaltung und Stärkung als Lebensform unabdingbar. Wir können und sollen nicht alles vom Staat, von Sicherungssystemen und Großorganisationen erwarten. Erst die Vielfalt der Freiheiten und Verantwortlichkeiten, Initiativen und Engagements, Freiwilligkeit und Verpflichtungen - also eine verantwortungsbereite Bürgergesellschaft - halten das Gemeinwesen zusammen.“


Bei der Umsetzung unserer verschiedenen Projekte mussten wir immer wieder erfahren, dass Anspruch und Wirklichkeit einer verantwortungsbereiten Bürgergesellschaft sehr weit auseinander liegen.

Viele Menschen engagieren sich für das Gemeinwesen. Menschen, von denen man nie etwas hört, die keine Plattform für eine öffentliche Diskussion erhalten. Ohne Gegenleistung setzen sie sich täglich in sozialen Brennpunkten ein. Diesen Menschen gilt unser Respekt.

Wir selbst sind ein Verein, deren Mitglieder normalen Beschäftigungen nachgehen. Als wir uns 1998 gegründet haben, wollten wir selbst mit dem eigenen Gerede aufhören und eigenständig Projekte umsetzen. Die vielfachen und vielseitigen Rückschläge unseres Engagements hätten schon längst Anlass sein müssen, den Kumulus e.V. zu den Akten zu legen.

Nicht nur nach den Geschehnissen des Winters, die in erschütternder Weise die Schwachstellen und Abgründe des politischen Systems offenbarten, wird davon gesprochen, dass sich Bürger mehr für unser demokratisches Gemeinwesen einsetzen sollen.

Wenn aus diesen Worten jedoch Taten werden, wollen PolitikerInnen davon nichts mehr wissen, nach dem Motto: Was schert mich mein Geschwätz von gestern?!

Die Bereitschaft und Ernsthaftigkeit des Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse bildet seit dem Beginn unseres Engagements die erste positive Ausnahme.

Ausnahmen, die zur Regel werden müssen, wenn es mit einer verantwortungsbereiten Bürgergesellschaft ernst gemeint ist.

Politik bedeutet nicht Partei. Und daher braucht unsere Gesellschaft mehr denn je Menschen, die sich zusammenfinden und ihre Worte in Taten umsetzen. Unsere Gesellschaft braucht Ideen, Projekte und Ansätze, die unsere demokratische Gemeinschaft bereichern und beleben.


In der Erklärung des Bundespräsidialamtes ist ferner zu lesen:

„Vor allem muß die jüngere Generation stärker als bisher von klein auf in demokratische Lebensformen und soziales Verhalten hineinwachsen können. Familie und Schule sollen beides vorleben, Erfahrungen damit weitergeben und Bewährung möglich machen. Jugendliche sollen erleben, daß sie gebraucht werden und etwas leisten können, im Beruf, in der Gesellschaft, in der Demokratie.“


„politik@school“ und „juniorwahl“ sind unsere Antworten auf diese Worte. Antworten von 26 Mitgliedern eines kleinen Vereins. Und wir haben weitere Antworten, die wir nach und nach in Form von Projekten umsetzen werden.


Auch aus der Erklärung des Bundespräsidenten:

„An die Älteren gerichtet: Wir müssen die Jugend auch machen lassen, ihr Freiräume schaffen, Vertrauen schenken und Verantwortung in Gremien und Organisationen übertragen. Nur so werden wir ihre Begeisterungsfähigkeit und schöpferische Kraft für unsere Gesellschaft erhalten und stärken können und damit eine Brücke zwischen den Generationen bauen.“

An die Älteren gerichtet: Wann werden aus diesen Worten Taten?



Kumulus e.V. März 2000